Futterstellen Einrichtung

Futterstelle (FS) - KEINE Schüssel, Schale oder ähnlich - Futter direkt auf den Boden!


--> Grund: zu fressen bedeutet für den ohnehin scheuen Hund Unachtsamkeit, denn aus seiner Sicht kann er so Umgebungsfeinde (Wildtiere und auch Menschen) nicht rechtzeitig wahrnehmen, muss er den Kopf in ein Gefäß beugen, ist das also eher unattraktiv

- Futter daher lose und leicht ausgebreitet direkt auf dem Boden verteilen

 

--> weiterer Vorteil: der Hund muss sich beim fressen hin und her bewegen, zumindest den Kopf; hierdurch ist er abgelenkt, ohne sich dessen bewusst zu sein, was z.B. für eine Distanznarkose von großem Vorteil ist- Menge: VIEL!! Er MUSS satt werden.


 --> beachten: der entlaufene Hund hat einen DEUTLICH höheren Energieverbrauch, als der Hund zuhause, er frisst also SEHR VIEL mehr; die FS darf locker 0,5kg kg fassen


--> Grund: ein bisschen Futter findet der Hund  überall; damit die FS attraktiv ist, muss er pappsatt werden, um sicher zurückzukehren und seine Nahrungsaufnahme auf die spezielle FS zu konzentrieren; diese FS soll sein  Mittelpunkt werden


- Häufigkeit: FS soll zweimal täglich befüllt werden; einmal bei Tagesanbruch, in der Dämmerung und einmal bei Sonnenuntergang, IN JEDEM FALL IMMER UM EXAKT DIESELBE UHRZEIT!!


--> Grund: Tagesanbruch und Sonnenuntergang sind die ruhigsten Zeiten des Tages, er wird hier am entspanntesten sein, desweiteren sind es, von den Lichtverhältnissen her die idealsten Momente für eine Distanznarkose oder einen Fang per Lebendfalle; außerdem ist die genaue Einhaltung der gewählten Uhrzeit zu beachten, da Routine essentiell für die Vorbereitung zur Sicherung ist


- der Hund  wird sich die Zeiten schnell einprägen und nach etwa zwei bis drei Tagen bereits aus der Entfernung warten und das Befüllen der FS beobachten

 

- wie: hingehen, auffüllen, SOFORT wieder weg (und zwar komplett aus dem Gebiet!)


 --> Grund: er  wird das Befüllen schnell beobachten und muss WISSEN, dass niemand ihm auflauert, sondern dass der Fütterer umgehend nach befüllen verschwindet; es ist ausgesprochen wichtig, dass ein Maximum an Vertrauen und Sicherheitsgefühl erzeugt wird!


DAS BEDEUTET AUCH, DASS ABSOLUT NIEMAND DORT HERUMLÄUFT ODER -STEHT ODER SICH IRGENDWIE SONST DORT AUFHÄLT!!


Der Hund weiß sehr genau, ob jemand seinetwegen da ist und dies würde ihn  zur Vorsicht mahnen. Er  riecht das auch, wenn die betreffende Person zwei Kilometer weit weg im Auto sitzt!


- wer: immer DIESELBE Person!

 

--> Grund: wieder die Routine, denn Routine bedeutet Sicherheit; eine andere Person ist Veränderung und Veränderung ist aus Sicht des Hundes unsicher und muss erst genauestens über einen unnötig verlängerten Zeitraum beobachtet werden;


KEINE anderen Hunde mit zur FS nehmen, sie hinterlassen Geruchsspuren und sind im Überlebensmodus des entlaufenen Hundes Fressfeinde und somit Gefahr

 

- was: wichtigste Regel: es ist absolut unwichtig, ob´s gesund ist!

Tipp: Fastfood eignet sich besonders gut, da es im ersten Moment pappsatt macht, stark riecht, jedoch keine langzeitsättigende Wirkung hat Pizza, Leberwurst, Bouletten, Salami, ein wenig Trockenfutter, ein wenig Nassfutter, Pansen (frisch/ gefroren), Thunfisch, frisches Rindfleisch, Hackfleisch etc., alles bunt durcheinander, hauptsache gemixt!!!


Keine Knochen, kein getrockneter Pansen KEINE Kauartikel oder sonstwas


--> Grund: die FS muss unendlich attraktiv für den Hund sein, um Durchfall und anderes kann man sich später kümmern; Kauartikel werden weggetragen, für die Sicherung ist es aber massiv wichtig, dass er vor Ort frisst!


Aufbau


1. Futter breitflächig direkt auf dem Boden verteilen, einzelne Brocken in geringem Abstand verteilen

 --> er soll sich beim fressen sicher fühlen und durch die nötige Bewegung unaufmerksam werden


2. um die komplette FS etwa einen halben Meter breit DICK Sand streuen

--> geeignet ist zB Spielsand für Sandkästen oder vom Strand

 --> hier bekommen wir Pfotenabdrücke, somit weiß man genau, wer gefressen hat

--> der Sand muss natürlich nach jedem Befüllen wieder glattgestrichen werden; zuvor jedoch macht man ein Foto des Gesamtbildes (vor Auffüllen!) und einzelner Pfotenabdrücke, wenn sie nach Hund aussehen (Feuerzeug als Maßstab DIREKT daneben legen)


3. Futterstelle NIEMALS säubern!

--> vergammelt riecht gut (für den Hund) und schadet ihm nicht; was noch liegt, bleibt liegen, es wird NUR aufgefüllt!


4. die gesamte FS DICK mit Geruch einsprühen, auch Sträucher, Bäume etc., die direkt anliegen mit besprühen

 - Geruch sprühen: dies macht man mit einem normalen Pflanzensprüher oder ähnlichem, das die Flüssigkeit zerstäubt und nicht im Strahl schießt

--> auch hier gilt: je oller, desto doller!

 Hühnerbrühe kochen, Fischsud kochen oder Leberwurst in Wasser verkochen; auch geeignet: die Flüssigkeit, die abtropft, wenn gefrorener Pansen auftaut; hauptsache es stinkt!!

 Bekommt man als Mensch vom Geruch zumindest leichten Würgereiz, hat man´s richtig gemacht.


--> BEI JEDEM AUFFÜLLEN WIEDERHOLEN!

 

 

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